Entwicklungsumgebungen

Allgemein

Eine Java-Entwicklungsumgebung (Abkürzung Java-IDE) ist die Integration von verschiedenen Entwicklungswerkzeugen in ein Hauptprogramm, mit denen die Aufgaben der Java-Softwareentwicklung möglichst effektiv und effinzient bearbeitet werden können.

Eine Entwicklungsumgebung wird oft mit dem englischen Begriff IDE (Integrated Development Environment) abgekürzt.

Man unterscheidet dabei in Open-Source-Umgebungen (z.B. Eclipse, NetBeans) und in kommerzielle Entwicklungsumgebungen (z.B. IntelliJ IDEA, Jbuilder).

Open-Source-Umgebung

Bedeutet : Quelloffen, wird als Begriff für Software verwendet, deren Quelltext offenliegt und deren Lizenzierung einige weitere Bedingungen erfüllt. Open-Source-Software (OSS) hat Überschneidungen mit Freier Software.[2][3] Beide Konzepte haben gemeinsam, dass der Quellcode von Dritten einsehbar ist.
Open-Source-Umgebungen sind z.B. Eclipse und NetBeans.

Netbeans
Die Java-Entwicklungsumgebung NetBeans wurde hauptsächlich für das Programmieren in der Sprache Java entwickelt.
Anfangs wurde es, damals noch unter einem anderen Namen, von Studenten entwickelt bis es 1999 ein Unternehmen übernommen hatte.
NetBeans verfügt über eine ansprechende grafischen Benutzeroberfläche und ist durch die Erweiterbarkeit mittels Plugins vielseitig einsetzbar, auch wenn das Hauptanwendungsgebiet die Softwareentwicklung in Java ist. Für unterschiedliche Anwendungsfälle werden sogenannte Netbeans IDE Download-Pakete angeboten, die Funktionen der IDE für einen bestimmten Anwendungsfall vorkonfigurieren.

Die NetBeans Platform ist eine Anwendungs-Laufzeitumgebung.
Mittels des grafischen Debuggers können Haltepunkte direkt im Quelltext (auch während der Laufzeit) aktiviert und deaktiviert werden. Das Layout kann mittels Drag & Drop selbst direkt bearbeitet werden, wobei die Komponenten der Form hinzugefügt werden und Ausrichtung, Größe oder andere Eigenschaften einfach anpassbar sind bzw. durch die IDE automatisch vorgegeben werden. Textelemente können direkt in dem GUI-Builder bearbeitet werden Die Java-IDE NetBeans ist in der Programmiersprache Java geschrieben und somit plattformunabhängig.

Die Editorfunktionen behinhalten unter anderem:

  • Fehlermarkierung, die anzeigt, ob die Datei kompilierbar ist oder nicht, und einen Überblick über alle Fehler, Warnungen, Todos und Bookmarks im Quelltext gibt
  • Javatipps, die bei der Quelltexterstellung helfen
  • SQL-Editor mit Syntaxhervorhebung
  • Einführung einer Möglichkeit, aus vorgegebenen Sets für Tastenkürzel oder Farbschemata
  • Codevervollständigung von Java-Quelltext
  • Fenster, Menüs, Symbolleisten und andere Komponenten werden zur Verfügung gestellt.
  • Die Plattform stellt eine große Palette an Werkzeugen zur Verfügung.

Es ist sogar möglich die Open-Source-IDE als Plattform für eigene Anwendungen zu verwenden.
Die Java-Entwicklungsumgebung unterstützt die Programmiersprachen C, C++, Groovy, Fortran, Java, JavaScript und PHP. Weitere Sprachen können mit Hilfe von Plugins installiert werden wie Ruby und Python. Da die Applikationsbasis, wie die NetBeans-IDE, vollständig in Java geschrieben ist, sind Anwendungen, die darauf basieren, von Natur aus nahezu unabhängig von einem Betriebssystem.

kommerzielle Entwicklungsumgebungen

Ein Programm, für das der Anwender Geld bezahlen muss, wenn es es nutzen möchte.
Gegenüber Open Source Programmen wird bei kommerziellen Programmen der Quellcode verdeckt gehalten um den größtmöglichen Gewinn duch den vielfachen Absatz der Software zu erlangen. Programmbeispiel ist BlueJ.

BlueJ
BlueJ ist extra für Einsteiger entwickelt und ermöglicht somit vielen Nachwuchsprogrammierer ein kostengünstiger und sehr einfacher Einstieg in die Java-Softwareentwicklung.
Die Umgebung wird auch als interaktive, objektorientierten Programmierung bezeichnet. Die Java-IDE BlueJ ist vollständig in Java programmiert und auf vielen Plattformen verfügbar.
Mit der Zeit wurde der Funktionsumfang von BlueJ erweitert, so dass die aktuelle Version zu einer sehr mächtigen Java-Entwicklungsumgebung gereift ist. Neben Optimierungen an der grafischen Benutzeroberfläche, wurden zusätzliche Funktionen wie Codevervollständigung und Versionsverwaltung integriert.
Die Java-IDE BlueJ soll einfach zu bedienen und erlernen sein. Besonderes Augenmerk wird bei BlueJ auf die Visualisierung und Interaktion der programmierten Anwendungen gelegt.
So stehen dem Entwickler neben dem Texteditor ein UML-Klassendiagramm zur Verfügung. In dem UML-Klassendiagramm können Klassen erstellt werden und Assoziationen zwischen verschiedenen Klassen festgelegt werden. Änderungen am Diagramm wirken sich sofort auf den Quellcode aus und umgekehrt.

Editorfunktionen

  • Das Klassendiagramm wird grafisch dargestellt und nach jedem Kompiliervorgang aktualisiert
  • Jedes Objekt kann „inspiziert“ werden, d.h. der Zustand der Variablen betrachtet werden
  • Funktionen können direkt auf einem Objekt aufgerufen werden
  • einfache und intiutive grafische Benutzeroberfläche
  • Klassen und Objekten
  • Die Strukturen können ausgewertet und verändert werden.
  • Objekte können interaktiv erzeugt und Methoden ausgeführt werden.
  • Codevervollständigung

Dem Benutzer stehen zur Programmierung ein Fenster mit einem verkürzten UML-Klassendiagramm und ein Texteditor mit Syntaxhervorhebung und Autovervollständigung zur Verfügung.
BlueJ stellt eine Laufzeit-Umgebung für einzelne Objekte bereit einschließlich Ein- sowie Ausgabefenster für Methoden. Nach dem Kompilieren kann der Benutzer Objekte der Klassen erstellen, öffentliche Methoden am Objekt aufrufen und die Belegung der Objektvariablen beobachten. Dabei können einzelne Objekte genutzt werden auch ohne ein vollständiges Java-Programm angeben zu müssen. BlueJ kann kostenlos von der Homepage heruntergeladen werden und ist unter der GPL-Lizenz benutzbar.

Quelle

:http://www.java-tutorial.org/ide.html
:http://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Java-IDE

:http://www.programmierenlernenhq.de/java-programmieren-lernen-die-besten-java-entwicklungsumgebungen/
:http://www.pcwelt.de/produkte/Ratgeber-Java-Die-besten-Java-Programmier-IDEs-1031130.html

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